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(Blogtour) Autoreninterview Mario Hammer

Hallo meine Lieben 💕

Die Blogtour ‘Time Dwarf’s Inn’ 

ist ja schon voll im Gange.
Gestern hat euch Lisa von Lisas BĂŒcherleben einen super genialen Beitrag zu ‘Der perfekte Buchbösewicht – und wie man ihn komplett ĂŒber den Haufen wirft’ gezeigt und ich bin heute mit einem Interview mit Mario an der Reihe.

Ich hatte das VergnĂŒgen ja schon einmal, kurz vor der FBM 2017 und es hat total viel Spaß gemacht. Auch dieses Mal hĂ€tte ich ja ewig weiterfragen können 😊
Bevor ich jetzt aber weiter abschweife…….leg ich einfach los 😃
Viel Spaß 😘

Ich bin gerade auf dem Weg zu Mario und freu mich schon wahnsinnig. Wir haben uns ja erst letztes Jahr getroffen, auch wegen eines Interviews, aber Wiedersehen macht immer Freude und die beiden waren ja auch Zucker! NatĂŒrlich habe ich wieder einen ganzen Koffer voll Mitbringsel eingepackt. Schließlich weiß ich ja, dass D.K. sehr auf Dosenpfirsiche steht. Wie schon das letzte Mal parke ich den Wagen in der Auffahrt und schleppe mich mit meinem Koffer zur TĂŒr, wo ich die Klingel nicht nur einmal, sondern gleich ein paar Mal drĂŒcke und mit einem Grinsen im Gesicht ungeduldig warte.

Es klingelt an der TĂŒre … mehrfach. Und wie es immer so ist, bellt unser Hund … mehrfach. Unser Besuch ist da! Tanja, meine bessere HĂ€lfte, schnappt sich den wild hin und herpreschenden Vierbeiner, der sich ebenso auf Patrizias Ankunft freut, wie wir beide. Ich öffne die TĂŒr und blicke auf einen großen Koffer, hinter dem sich unser Gast befindet. Obwohl schon einige Monate vergangen sind, seitdem sie uns zuletzt besucht hatte, kommt es uns doch so vor, als wĂ€re sie nie fort gewesen. Ich bitte sie herein.

„Hi!“ Schwungvoll hieve ich den Koffer rein und begrĂŒĂŸe die beiden gleich mal mit einer Umarmung. Das kleine FellknĂ€uel natĂŒrlich auch. „Es ist schön, wieder hierzu sein!“ Frech, wie ich bin, gehe ich gleich mal ins Wohnzimmer und lasse mich aufs Sofa plumpsen.

Nachdem wir uns begrĂŒĂŸt haben und ich mich nach Patrizias GetrĂ€nkewunsch erkundigen konnte, setze ich mich, mit ein paar Keksen und Kaffeebechern bewaffnet, auf die Couch. “Ich hoffe, du hattest eine angenehme Fahrt?”, frage ich und reiche unserem Gast ihr GetrĂ€nk.

Ja. Wenig Verkehr, laute Musik….“, sage ich lachend und bedanke mich fĂŒr meine Kaffee. „Sag mal, wo hast du denn deine Truppe? Wohl nicht wieder im Nebenzimmer eingesperrt, oder?“ Mit hochgezogenen Augenbrauen sehe ich zwischen ihm und der TĂŒr hin und her.

“Sehr schön, sehr schön”, entgegne ich. “Das freut mich. Oh, nein, nein. Die Truppe ist nicht eingesperrt. Von der Idee haben wir uns verabschiedet. Zum einen halten sich die Herren und Damen eh nicht an unsere Regeln, und zum anderen kennst du sie ja mittlerweile … wir brauchen sie also nicht mehr vor dir verstecken.” Ich lache laut. “Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so genau, wo sie sind. Dash und sein Team sind eh immer irgendwie auf Achse, von einem Auftrag zum nĂ€chsten, und Finya und Karrn ebenso. Sie sind ja mittlerweile recht bekannt und können sich daher vor Jobs kaum retten. Tja, und D.K. sitzt wahrscheinlich wieder irgendwo in der Ecke und schlĂ€ft. Oder er grĂŒbelt angestrengt vor sich hin. Das kann man bei ihm nie so ganz unterscheiden.” Ich lache erneut.

„Auch wahr. Aber sehr schade, denn ich hab DOSENPFIRSICHE mitgebracht.“ Vor mich hin grinsend, stelle ich meine Tasse auf dem Tisch vor mir ab. „ErzĂ€hl mir mal, welcher Chara fĂŒr dich am schwierigsten zu schreiben war.

“Oha … auch, wenn er nicht danach aussieht: D.K. hat einen verdammt guten Geruchssinn.” Ich grinse fett. “Ich mĂŒsste mich doch sehr wundern, wenn er sich davon nicht anlocken lassen wĂŒrde. Hmmm … ganz ehrlich? Wirklich schwierig war keine der Figuren zu schreiben. Ich vermute, das liegt daran, dass sie alle irgendwie … ich sind. Also, so wie ich. Jeder einzelne von ihnen verkörpert eine Eigenschaft – oder auch Eigenart – von mir. NatĂŒrlich teilweise bis ins Extrem ĂŒberzogen.” Und wieder lache ich.

„Wir werden ja sehen, ob er wirklich so eine gute Nase hat.“ Vorsichtshalber packe ich die 4 Dosen schon mal aus. „Das bist alles du!“, sage ich etwas lauter, als gewollt, fange dann aber zu lachen an. „Sehr interessant. Also mir gefallen sie ja alle total super! Da ist jeder etwas Besonderes.“ Nicht ganz unauffĂ€llig gucke ich mich um. „Wie kann man eigentlich sooo genial schreiben? Der Bösewicht zB, er wird ja so richtig auf die Schippe genommen und auch sonst kam ich ja aus dem Lachen und Schmunzeln gar nicht mehr raus!“

“Ohhh … vielen lieben Dank.” Ich merke, wie ich rot werde. “Das ist aber lieb von dir. Um ehrlich zu sein habe ich gar keine Ahnung, woher das kommt. Wenn ich mir im Nachhinein mein Geschreibsel so anschaue, frage ich mich nicht gerade selten <<Das hast DU dir ausgedacht? Wie bist du denn auf so einen Mist gekommen?>> Aber ich muss gestehen, dass ich mich selbst eigentlich gar nicht soooo lustig finde. Ich bin auch so gut wie nie mit dem zufrieden, was ich geschrieben habe, und man muss es mir irgendwann regelrecht aus der Hand reißen, sonst wĂŒrde ich ewig daran herumdoktorn.” Ich schaue Patrizia mit hochgezogener Augenbraue an. “Du hĂ€lst nach D.K. Ausschau, ja?” Ich grinse.

„Wie kannst du nicht zufrieden sein?!“ Etwas verstĂ€ndnislos sehe ich ihn an und schĂŒttle den Kopf. „Versteh ich gar nicht. Aber das fĂ€llt bestimmt in die Rubrik Selbstkritik.“ Nun muss ich ebenfalls grinsen. „Ja. Ich will ja schließlich nicht wieder alles mit nach Hause nehmen. Na mal sehen…… Wie lange hast du denn an dem Buch dann letztendlich geschrieben?“

“Tja, ich bin da wohl etwas … eigen”, antworte ich. “Aber so war ich schon immer. Von daher freut es mich umso mehr, wenn jemand Spaß an dem hat, was ich mir da zusammengesponnen habe.” Meine GesichtsverfĂ€rbung hĂ€lt weiterhin an, wĂ€hrend ich mich vorbeuge und meinen Kaffee abstelle. “Hmmm … wie lange habe ich gebraucht? Ich glaube, von der ersten Idee bis zum Verfassen der letzten Zeilen dĂŒrfte es so ziemlich genau ein Jahr gewesen sein. Ja, das kommt in etwa hin. Leider kommt man nicht immer so oft zum Schreiben, wie man es gern hĂ€tte.” Ich schaue leicht zur Seite, bemerke, wie sich die TĂŒr zum Nebenzimmer ein wenig öffnet und fĂŒge hinzu: “Ich glaube nicht, dass du alles wieder mit Heim nehmen musst.” Ich grinse.

„Also ein Jahr findet ich jetzt nicht so lang. Vor allem, weil du es ja nicht beruflich machst, also das Schreiben. Und wie du sagst, hat man da ja nicht so viel Zeit, wie man vielleicht gerne möchte.“ Nicht? Ich fixiere die TĂŒr, die vorhin noch geschlossen war und kapiere, was er meint. „Du kannst dich ruhig raus trauen, D.K.. Bist ja sonst nicht so und wir kennen uns ja schon.“ Ein amĂŒsiertes LĂ€cheln erscheint auf meinen Lippen. Bei meinem letzten Besuch war er zwar nicht gerade redselig, aber das macht nichts. „Mario, schreibst du schon an etwas Neuem? Bestimmt, oder?“ WĂ€hrend ich meine Frage stelle, wandert mein Blick immer wieder gespannt zum Nebenzimmer.

“Hmmm … wenn ich so drĂŒber nachdenke, verging dieses eine Jahr auch tatsĂ€chlich wie im Flug. Und wo du das gerade ansprichst: Ich schreibe tatsĂ€chlich an einer Fortsetzung. Mal sehen, wie lange ich dafĂŒr brauchen werde.” Ich lache. “Ich hoffe doch sehr, dass da auch wieder eine Rolle fĂŒr mich herausspringt?”, ertönt eine Stimme neben mir, so tief und dunkel wie ein bodenloser Brunnen in einem Bergwerksstollen. “Ma ÂŽam”, fĂŒgt die hagere Gestalt hinzu, die soeben das Wohnzimmer betreten hat. “Schön, Sie wiederzusehen.”

Begeistert klatsche ich in die HĂ€nde. „Das ist ja suuuuper!!!!!“ Ahhh, ich freu mich jetzt schon wahnsinnig drauf! Mit einem Grinsen sehe ich nun in das Gesicht des Cowboys – wenn man ihn ĂŒberhaupt so nennen kann. Seine verschlissene Kleidung und sein kugeldurchlöcherter Poncho, sowie sein Hut runden das Äußere eines Streuners perfekt ab. Aber ich weiß ja, dass hier ein sagenumwobenen Revolverheld vor mir steht. Ich nicke ihm zu Gruß zu und ziehe meinen imaginĂ€ren Hut vor ihm. „Freut mich auch! Ich hab dir natĂŒrlich was mitgebracht.“ Mein Finger zeigt auf den Tisch, wo ich die Dosen gestapelt habe. „Und weil wir uns gerade so nett unterhalten, verrate mir doch D.K., wie Mario denn so ist? Du hast ja viel Zeit mit ihm verbracht. Was hat er denn so fĂŒr Macken? Ist er launisch?“

“Oh, das wĂ€re aber doch nicht nötig gewesen, MaÂŽam”, entgegnet der Revolvermann, wĂ€hrend er in einem höflichen, aber doch energischem Tempo nach einer Dose Pfirsiche greift. “Da danke ich recht artig.” Sich eine HĂ€lfte der schmackhaften Frucht in den Mund schiebend setzt er sich neben Mario auf die Couch, jedoch nicht, ohne diesen mit der knochigen HĂŒfte ein wenig beiseite zu schubsen. “Hmm … lecker”, schmatz er vor sich hin. “Launisch? Nein, launisch ist der Schreiberling nun wirklich nicht. Ganz im Gegenteil … immer ruhig und ausgeglichen. Eine echte Waage halt. Wenn ich von seinem latenten Hang zum Perfektionismus mal absehe, fiele mir da höchstens noch seine TrĂ€umerei ein. Doch ist das eine Macke? Mag sein. Falls ja, dann aber eine wirklich tolle. Denn hey, was meinen Sie? Ohne seine TrĂ€umerei gĂ€be es mich nicht … und wir wĂŒrden hier heute nicht so gemĂŒtlich beisammensitzen.”

Ich glaub, wenn er einen grĂ¶ĂŸeren Mund hĂ€tte, wĂŒrde er sich gleich die ganze Dose rein schieben. Mein kichern dringt Gott sei Dank nur leise nach draußen, schließlich will ich D.K. ja nicht auslachen. „Ja, da magst du recht haben. Fantasie hat er! Sag, wo hast du Mom versteckt?“ Ich gucke zu seinen Taschen, wo sie sich ja sonst immer befindet. „Mario, wo schreibst du denn so und was darf dabei nicht fehlen?“

“Oh, Mominimbra schlĂ€ft”, entgegnet der Hagere. “Sie selbst wĂŒrde es als <<Meditieren>> bezeichnen, aber hey .. welches Backenhörnchen meditiert schon?” D.K.ÂŽs Lachen klingt wieder ein havarierender FlugzeugtrĂ€ger. “Jetzt schieb dich mal ein bisschen zur Seite, ja?” Mario erkĂ€mpft sich seinen rechtmĂ€ĂŸigen Platz auf der Couch zurĂŒck. “Keine 15 Zentimeter breit und nimmt das halbe Sofa ein … also wirklich.” Er lacht. “Hmmm … wo ich schreibe? An meinem treuen. alten PC in unserem <<BĂŒro>>. Eigentlich das Kinderzimmer, aber da noch keine Thronfolger durch die Bude tollen, ist es halt unser Schreibraum. Nicht fehlen darf eigentlich nur mein Vorrat an GetrĂ€nken … und ein wenig Naschwerk. Wenn ich nĂ€mlich einmal so richtig in der Materie bin, habe ich keine Lust mehr, die 5 1/2 Meter zur KĂŒche zu laufen um fĂŒr Nachschub zu sorgen.”

„Ahh, verstehe!“ Bei dem Lachen von D.K., welches auch irgendwie ein wenig gruselig klingt, muss ich selbst lachen. Das hört auch nicht auf, als Mario ihn versucht ihn zur Seite zu drĂ€ngen. „Du vergisst, dass sein Schatten auch Platz braucht. Also ist er ja mindestens doppelt so breit.“ „Also hab ich das jetzt richtig verstanden? Thronfolger……Mehrzahl? Sind denn schon welche in Planung? Gerade frage ich mich, wo die dann alle schlafen sollen. Kinder, die ganzen Charas – wenn sie dann mal hier sind.“  „Da versteh ich dich total. Mir wĂ€r es schon zu viel, mit dem Stuhl einen Meter rĂŒberzurollen!“ Wieder muss ich kichern. „Wie macht ihr beiden, du und Tanja, das dann, wenn ihr zeitgleich schreibt?“

“Oh, akut in Planung ist da nichts”, erwidert Mario schmunzelnd, “aber man weiß ja nie. Aber du hast recht: Ein wenig eng ist es mit all den Charakteren tatsĂ€chlich. Aber es geht schon. Und Tanja und ich haben jeweils einen Schreibtisch samt eigenem PC (okay, ein PC und ein Laptop) im Zimmerchen stehen, so dass es nicht selten vorkommt, dass wir beide gleichzeitig schreiben.”

Ich nicke grinsend. „Oft kommt es schneller als man denkt. Stört ihr euch dann nicht? Oder seid ihr beide so in eurer eigenen Welt?“

“Na, wer weiß, was die Zukunft so bringt?” Ich grinse breit. “Aber nein, wir stören uns nicht. Wie du schon sagst: Wir sind dann beide in unserer eigenen Welt. Im Gegenteil: Es kann sogar ein wenig als Ansporn dienen, wenn man selbst den ein oder anderen HĂ€nger hat und mitbekommt, dass die bessere HĂ€lfte pausenlos die Tastatur maltrĂ€tiert.”

Wieder muss ich laut lachen. „Wirklich praktisch. Bevor ich mein Verhör jetzt beende, hab ich noch eine letzte Frage. Was wĂŒnscht du dir fĂŒr deine Zukunft als Autor?“ In der Zwischenzeit schiebe ich D.K. noch eine weitere Dose rĂŒber.

“Ohhh … nĂ€hern wir uns schon wieder dem Ende?” Ich ziehe einen Schmollmund. “Die Zeit vergeht immer viel zu schnell. Hmmm … was wĂŒnsche ich mir? Nun, ich möchte sagen … ich freue mich wahnsinnig darĂŒber, wenn jemand meine Geschichte liest und sich von mir fĂŒr ein paar Stunden aus dem tristen Alltag entfĂŒhren lĂ€sst und einfach nur so viel Spaß beim Lesen hat, wie ich beim Schreiben. Dann bin ich glĂŒcklich. Und da ich selbst einen unglaublichen Spaß beim Schreiben habe, wird es auch sicherlich noch die ein oder andere Geschichte aus der Welt des <<Time DwarfÂŽs Inn>> zu erzĂ€hlen geben. Mindestens noch zwei weitere.” Ich grinse und sehe aus dem Augenwinkel heraus, wie sich D.K. an seine Hutkrempe fasst und sanft nickt.

„Ja, offiziell!“ Mein breites Grinsen ist kaum zu ĂŒbersehen. „Das hast du sehr schön schon gesagt und ich bin schon sehr gespannt, was als nĂ€chstes kommt!“

Da der offizielle Teil meines Besuches beendet ist, bedanke ich mich fĂŒr das Interview und nu können wir zum gemĂŒtlichen Teil – noch gemĂŒtlicher, als es sowieso schon ist – ĂŒbergehen und ich packe gleich mal den Rest meines Koffers aus. Die Party ist somit inoffiziell zum Startschuss freigegeben.Na? Mario ist toll und total sympathisch, oder 😊 Es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht und ich denke ihm auch.

Morgen erzĂ€hlt euch die Buchdompteurin etwas ĂŒber die Charaktere. Also nicht verpassen!

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Alle Blogs im Überblick:
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27.03. – Lisas BĂŒcherleben
28.03. – Ich
29.03. – Die Buchdompteurin
30.03. – Sannes bookcatalogue

Habt noch einen schönen Tag 😘

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2 Kommentare

  • Ricarda

    Hallo Patrizia,
    Ein total sympathisches Interview. Ich werde immer neugieriger auf das Buch und habe es jetzt schon mal auf die Wunschliste gesetzt 😀
    Ich wĂŒnsche dir einen schönen Abend!

    Liebe GrĂŒĂŸe

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