Allgemein

Die Apotheke direkt in der Natur – Weißt du wo die Baumkinder sind?

Hallo meine Lieben!

 

Heute erzähle ich euch ein bisschen was über die Naturapotheke, die Heilpflanzen, die man direkt vor der Tür findet. Keine Angst, das wird jetzt kein aufklärender Artikel. Ich möchte euch nur zeigen, was meine Tochter und ich auf unserem Waldbesuch so alles gefunden haben. Nach dem Buch “Weißt du wo die Baumkinder sind?” wollten sie sich sofort auf den Weg machen und alles entdecken.

 

 

Heilkräuter wurden früher vermehrt eingesetzt. Heute kann man mit damals nicht vergleichen, doch immer mehr Menschen greifen darauf zurück. Jedoch weiß auch nicht jeder, was die Natur eigentlich wirklich für uns bereithält.  Direkt vor unserer Nase befindet sich quasi die Waldapotheke und schon kleine, aber auch größere Beschwerden kann man mit bestimmten Pflanzen gute behandeln. Aber nicht nur das. Auch viele essbare Dinge findet man in der Natur, oder Pflanzen, mit denen man auch Saft oder Salben machen kann.

 

 

Ich z.B. mache jedes Jahr Holundersaft. Dieser wächst auf dem Grundstück der Oma, aber auch im Wald. Meistens muss ich eine Runde spazieren gehen, wo ich einen großen Korb mitschleppe, und die weißen Blütenäste mitnehme. Getrocknet hat er eine heilende Wirkung. Er hilft den Schleim bei Husten und Nasennebenhöhlenentzündung zu lösen, dazu lindert er Symptome bei Erkältungen, Grippe und Infektionen der Atemwege wie Bronchitis.
Ich meine jetzt aber den “schwarzen” Holunder, nicht den roten. Ja, es gibt zwei. Warum schwarz, wenn die Blüten doch weiß sind? Ganz einfach. Die Beeren, die sich aus den Blüten bilden sind schwarz. Als Saft super lecker, aber eine Heidenarbeit. Sie wirken sich getrocknet als Tee aber positiv bei Verdauungsbeschwerden aus. 

 

Hier der Vergleich. Das ist der rote Holunder. Die Blüten sehen schon total anders aus. Sie gehen nicht flach auseinander, sonder rund nach oben.

 

 


Brennnessel kennt jeder. Ich selbst habe bis jetzt nur Suppe davon gegessen und ich sag euch, die schmeckte echt total lecker. Sogar die Kinder aßen sie ohne Gemecker. Viele sehen sie nur als Unkraut, so wie ich lange, dabei stimmt das so gar nicht. Sie sind Bakterienhemmer und zugleich Nährstoffbombe. Man kann sie auch als Spinat genießen und dazu haben
sie eine heilende Wirkung auf die Niere und die Gelenke, da sie antibakteriell und entzündungshemmend sind. Brennesseltee wirkt entwässernd. Aber Achtung! Sie können ja auch weh tun, also vorsichtig sein bei Pflücken, sonst bekommt ihr wie ich, diese schönen, kleinen, brennenden Pusteln.

 

 

Spitzwegerich! Darauf schwör ich ja.  Mein Sohn hatte sehr arg mit Bronchitis zu kämpfen, seit Baby an und immer noch ab und an. Da habe ich mir selbst einen Hustensaft daraus gemacht. Aus den Blättern. Der Spitzwegerich hat eine hervorragende Heilwirkung auf die Atemwege und Mundschleimhaut. Schmecken tut der Saft dann auch gar nicht so schlecht und die Pflanze findet man fast an jedem Wald-/Wiesenrand. Bei Wunden soll er ebenfalls heilendend sein und juckstillend bei Mückenstichen. Natürlich gibt es “Regeln”, die man beim Pflücken beachten sollte, aber die müsste ich jetzt googeln, LOL.

 

 

Sogar Meerrettich/Kren haben wir gefunden. Gut, nicht direkt, denn den hätten wir dann ausgraben müssen, aber die Blätter haben wir gesehen. Kren hat eine sehr antibakterielle  und reinigende Wirkung und ist für viele Dinge gut. Ich esse ihn immer nur zu Ostern. Keine Ahnung warum sonst nie, denn unterm Jahr gibt es ja auch Schinken. Nur nicht zu viel davon, denn wenn die Schärfe mal durch die Nase geht …… super, aber sowas von unangenehm, LOL.

 

 

Maitrieb lieben meine Kinder. Genau um diese Zeit, fängt er an zu treiben. Das sind diese schönen kleinen oder größeren hellgrünen Spitzen der Fichte. Die klaube ich, wenn ich wieder einmal einen nötig habe, ab und setzte ihn als Hustensaft an. Ich persönlich koche aber lieber auf. Geht schneller und hilft genauso gut. Am besten sollte man es zu Vollmond machen, am Tag danach und dann nur bis Mittag. So wurde es mir einmal erzählt. 

 

Aber es gibt noch sooo viel mehr! Ich habe auch getrocknete Lindenblüten, weil die gegen Fieber helfen, Löwenzahn – daraus habe ich mal Honig gemacht und die Kinder sind voll drauf abgefahren, Lungenkraut, Himbeeren, Brombeeren und und und. 

 

 

 

Ihr seht, viele Pflanzen, die man in der Natur findet, geben uns mehr, als was sie auf den ersten Blick erzählen. Und damit muss man sich nicht mal gut auskennen. Ein wenig hab ich euch nun über unsere besondere Natur gezeigt, die viel liebevoller behandelt werden sollte. Vielleicht ist der eine oder der andere neugierig geworden. Meine Kinder erst durch das Buch von Peter Wohlleben – Weißt du wo die Baumkinder sind?, ich selbst habe so einiges an Kräutern zuhause. 

 

zum Buch “Weißt du wo die Baumkinder sind?”

 

 

Habt noch einen schönen Tag!

 

Eure Patrizia

 

 

 

Quellen: eigenen Bilder

0

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.