Rezension

Die Grimm Chroniken 8: Dornen, Rosen und Federn – Maya Shepherd

Rezensionsexemplar   

|  Autor: Maya Shepherd|   Verlag:  Sternensand Verlag |   Seiten: 168   |   

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Das Cover sieht wieder wunderschön, fügt sich perfekt in die Reihe ein und passt auch wunderbar zur Geschichte.

In dieser Episode erfuhr ich wieder so einiges. Hauptsächlich über die Geschichte von Mary. Überall, wo die Hürde überwunden wurde, tat sich im nächsten Augenblick wieder ein Abgrund auf. Das machte es total spannend. Der Wow Effekt fehlte natürlich nicht und mehrmals wurde ich überrascht. Holla! 

Kann man Gut und Böse voneinander unterscheiden? Kann man sie trennen?
Die beiden gehören zusammen und es muss immer ein Gleichgewicht herrschen, ansonsten kann die Welt nicht existieren. Doch wer sagt, welche Seite überwiegt? Kann sich alles durch Einflüsse verändern, die im guten Sinne getroffen wurden und dann doch böse Enden?

 

»Königin Mary, das Böse ist Ansichtssache. Solltet Ihr nicht wissen, dass nicht alles, was schwarz ist, automatisch böse ist und manch heller Schein nur über eine verdorbene Seele hinwegtäuscht?«

 

Die Emotionen, die hier rüberkommen, nahmen mich total ein und ich hatte so viel Mitleid. Immer mehr verstand ich die Welt von Mary, ihr Tun, ihr Handeln und doch breitete sich Unbehagen in mir aus. Durch ihre Taten veränderten sich beide und ich musste es mitansehen, ohne helfen zu können. Mary war stark, sehr stark und das immer schon, aber wie sich hier verändert, macht sie härter. Ob das jedoch positiv für sie ist, ist Ansichtssache.

Ich machte mir Sorgen um Dorian, der sich immer mehr zurück zog und ich hatte Einach keine Antwort auf das Warum. Das verursachte ein Stechen in meinem Herzen und ließ mich traurig zurück.
Mary tat alles, um ihre Familie, ihr Kind, ihr Reich zu beschützen, doch auch hier hatte ich das Gefühl, dass das der falsche Weg war.

 

Ich sollte mich nicht über das beklagen, was ich nicht haben würde, sondern mich stattdessen an dem erfreuen, was ich geschenkt bekommen hatte.

 

Wieder einmal hat die Autorin die Geschichte genial fortgeführt und mich in die fabelhafte Welt der Grimms entführt. Freude, Glück, aber auch Trauer und Einsamkeit überkam  mich während des Lesens. Bis jetzt ist das hier der Band, der mich am meisten berührt hat. 

Ich staune immer wieder, wie die Autorin die Märchen miteinander verschmelzen lässt. Auch werden kleine Bruchstücke langsam zusammengesetzt und doch hatte ich das Gefühl, von der Wahrheit noch Meilenweit entfernt zu sein.

 

Fazit:  Schaurig schön, verpackt in Gefühlen und Ereignissen, die diesen Band  zu einem spannenden und mitreißenden Abenteuer machen.

 

 

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Zwischen all den weißen Schwänen tauchte auf einmal ein schwarzer auf. Sein Gefieder schimmerte beinahe bläulich im silbrigen Mondlicht. Er hatte einen roten Schnabel und ebenso rot glühende Augen, die er nun auf mich richtete, als würde er mich kennen. Sein Anblick verursachte mir eine Gänsehaut.
»Warum ist dieser Schwan schwarz?«, wandte ich mich an Baba Zima.
»Er symbolisiert das Böse, welches du in dir trägst«, antwortete sie mir mit rauer Stimme.

 

 

 

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