Rezension

Don’t bite – Anna Katmore

|  Autor: Anna Katmore  |   Verlag: SP  | Seiten: 365  |  eBook / TB   |  Mehr Infos   |

Quentin, der vampire boy, wurde meiner Meinung nach zurecht nach Schloss Dracula verbannt – obwohl verbannt nicht ganz das richtige Wort dafür ist. Zumindest dachte ich das zu dieser Zeit, denn er war wirklich nicht das, was man einen echten Vampir nennen konnte. Dann kam Mitleid für den mit Fangzähnen bestückten Jungen auf und es dauerte nicht lange, da quoll mein Herz über und schlug nur für ihn. Er ist kein normaler Vampir, wie wir sie kennen, aber es ist auch keine normale Geschichte.
Und wer bitte kann denn behaupten, einen sexy Blutsauger als Freund zu haben? Also ich hätte ihn ja sehr gerne an meiner Seite……

 

Da wären wir auch schon beim anderen Thema. Abigail……
Mit ihrer Art und Einstellung, auch ihrer leichten Skepsis, mochte ich sie von Anfang an. Viele würden sie vielleicht als total naiv bezeichnen, doch das war sie nicht, denn ein klein wenig haben wohl alle Jugendlichen – mich zu vergangener Zeit eingeschlossen – davon in sich. Nicht umsonst ist diese Zeit eine sorglose Zeit. So konnte ich mich nur zu gut in sie hineinversetzen und wartete auch ziemlich ungeduldig auf bestimmte Momente.
Sie war mutig, entschlossen und ein klein wenig …….genau so wie ich. Also nicht wie ich. Da fehlt ein Wort dazwischen….
Alles, was sie tat, tat sie mit dem Herzen und mit einer Überzeugung, die ich mit ihr teilte.

 

Zum Dracula, waren die beiden süß! Und vor allem Quentin! Herzwellen auf meiner Ebene und totales Geschmachte von meiner Seite. Es gab so tolle Momente zwischen den beiden, wo ich einfach nur dahinschmelzen konnte und Herzchen in den Augen hatte. Ich liebe die Atmosphäre, wenn sich zwei Personen näher kommen, langsam, Atemzug für Atemzug, das Knistern und dass dabei doch nicht wirklich etwas passiert.

Aber die Autorin hat da nicht nur eine Liebesgeschichte aufgeschrieben, sondern auch ein Rätsel, das sie erst am Ende lüftet. Ich hatte zwei Theorien und yes!! Eine war es, LOL. Sie legte gekonnt Spuren, sodass ich mir jedoch nie sicher war, was nun stimmte.

 

Es kam noch ein Charakter vor, der es mir angetan hatte. Trayan. Sein erster Auftritt war schon zum Augenbrauenwackeln und nur mit seiner Mimik schaffte er es, dass ich ihn mag. Natürlich noch viel mehr, aber das muss man selbst erleben.

 

Manche Szenen waren echt zum Schießen und ich kam aus dem Lachen nur schwer raus. Ich sag nur: *piiieeep* Sorry, aber würde spoilern….
Auf der anderen Seite waren die Gefühle einfach da, ich erlebte sie und ließ mich nur zu gerne verführen und davon einhüllen.

 

Und dann! Ich dachte: Friede, Freude, Apfelstrudel. Pustekuchen. Die Blase zerplatzte mit einem ohrenbetäubenden Knall. Schon die Enthüllung ging krass her, aber dann! Ich wusste nicht so recht, wie mir geschah und vor lauter Luft anhalten, war ich bestimmt schon ganz blau im Gesicht. Es musste ja was kommen klar, aber das! Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Puhhhh…..Das alles gefolgt von einem Heulkrampf – mein Herz brach -,  der einfach nicht aufhören wollte, weil die Autorin es versteht, von einem Extrem ins andere zu gehen.

 

Und Trayan wurde mir immer mehr sympathisch….. nur so nebenbei.

 

Fazit:  Die Tatsache, dass die Autorin so starke Gefühle hervorrufen kann, egal in welcher Situation, macht das Buch, zusätzlich zu dieser besonderen Geschichte, perfekt. Es kostete mich viele Nerven, Tränen, Schmunzler, Herzschläge und Aussetzer, aber das alles vereint macht die Geschichte zu: I’m loving it und ich genoss jede einzelne, ewige, Sekunde davon. Die Autorin hat wieder einmal gezeigt, warum ich ihre Bücher so liebe. Now and ever.

 

 

 

 

 

Neunzehn Jahre lang war ich ein ganz normaler Junge aus Kalifornien. Bis ich fast bei einem Autounfall ums Leben kam und Graf Dracula plötzlich seine Zähne in meinen Hals schlug.

Als sein Urururgroßneffe und rechtmäßiger Nachfahre werde ich nach Transsilvanien geschickt, um dort auf die harte Tour zu lernen, ein richtiger Vampir zu sein – ohne Dienstmädchen, das man anknabbern könnte, ohne Fluchtmöglichkeit und ohne WLAN! Der richtige Ort, um durchzudrehen. Und zu verhungern!

Aber dann taucht da plötzlich dieses Mädchen auf. Abigail … Aus irgendeinem Grund schleicht sie gerne in diesem dunklen Schloss herum. Sie behauptet, nichts über Vampire zu wissen, aber ich schwöre, jedes Mal, wenn wir uns sehen, versucht sie, mich umzubringen. Ich hätte sie letzte Nacht ja eingeladen, mein Dinner zu sein, wenn sie nicht mit etwas abgehauen wäre, das mir sehr am Herzen liegt. Meinem Fangzahn.

Jetzt muss ich warten, bis die Sonne untergeht, damit ich ihr folgen und meinen Zahn zurückholen kann. Und dann töte ich als Nächstes diesen wahnsinnigen Werwolf, der seit Tagen in den Wäldern heult, denn das ist die eine Bedingung, unter welcher mir Onkel Vladimir erlaubt, wieder nach Hause zu kommen.

Aber das Wolfsproblem ist schwerer zu lösen als erwartet und Abigails süßer Duft bringt mich dazu, wirklich dumme Dinge zu tun …

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