Rezension

Eigentlich nur dich – Kristina Moninger

Das Cover ist wieder einmal wunderschön. Ich liebe die Farben und schon alleine vom Anblick weiß man, welche Geschichte einen hier erwartet.

Mona führt ein relativ glückliches Leben. Sie arbeitet in einem Café, jobbt in einer Buchhandlung und besitzt ein großes Zeichentalent. Sie liebt ihre Freunde, die wie Familie für sie sind, und hat der Liebe abgeschworen. Sie verschenkt ihr Herz nicht. Tatsache.
Als sie Milan das erste Mal begegnete, sah ich ja schon die Funken sprühen. Die Situation war irgendwie lustig und passte total zu den beiden, da sie beide ein frohes Gemüt hatten. Mona und Milan verstanden sich auf Anhieb und wenn sie sich mal trafen, dann zufällig. Da dachte ich mir schon, dass das Schicksal sie zueinander geführt hatte. Doch die Autorin hatte andere Pläne…

Dann jedoch passierte etwas Schreckliches. Dieses Ereignis ging mir durch und durch, verursachte eine Gänsehaut auf meinem Körper und die Bilder, die mir die Autorin hier in den Kopf pflanzte, taten weh. Wahrscheinlich genauso wie Mona. Es war wirklich grausam und ich litt so mit, doch das alles war erst der Anfang der Geschichte. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie es jetzt weitergehen sollte, wie Mona ihr Leben weiterleben sollte und vor allem, wie schlimm es sie getroffen hatte. Ich wüsste selbst nicht, wie ich damit umgehen sollte und, ob ich jemals darüber hinweg kommen würde. Die Flashbacks waren ebenso schrecklich und auch mich katapultierten sie jedes Mal aufs Neue an diesen einen Ort, zu dieser bestimmten Zeit, mit diesen bestimmten Menschen. Sie hatte ihr eigenes Ich dadurch verloren und das stimmte mich nur noch trauriger.

Als ich meinen inneren Widerstand schon aufgeben will, ist sie wieder da. Die Stimme. Sie hüllt mich in Sicherheit und nimmt mir die Angst. Ich bin nicht tot. Noch nicht. Solange die Stimme da ist, lebe ich.

Immer wieder musste ich während des Lesens inne halten, denn ich war verblüfft, gerührt und oft sprachlos. Viele der Szenen brachten meine Gefühle durcheinander, wirbelten sie auf und ich hatte Mühe, diesem Chaos Herr zu werden. Traurigkeit, Hilflosigkeit, Wut, aber auch Hoffnung stritten sich um einen Platz in der ersten Reihe. Es war ……toll! Ich litt und musste meine eigenen Tränen trocknen, ballte meine Hände zu Fäusten, wenn nicht das passierte, was ich mir wünschte.
Und dann kam Milan. Immer mehr löste er meine negativen Gedanken auf und füllt sie mit Lebensfreude.

„Weißt du, es ist wichtig, nicht immer mit Groll in die Vergangenheit zu blicken. Weil man sich damit immer auch den Blick auf die Gegenwart und die Zukunft verdirbt. Es ist wie mit den Augen. Du weißt, dass es nicht gut ist, im Dunkeln zu lesen. Wenn du es trotzdem machst, siehst du irgendwann schlecht.“

Wenn einem etwas so Schreckliches passiert, grenzt es an ein Wunder, denn einen Menschen zu haben, zu kennen, der uns unbewusst überleben lässt, mit seiner Stimme, mit seiner Anwesenheit. Uns langsam Zentimeter für Zentimeter aus dem tiefen dunklen Loch zieht und unsere nicht sichtbaren Wunden heilen lässt. Und das alles, ohne es zu wissen.
So viel Schmerz und Leid, so viele Steine, die sich die beiden eigentlich selbst in den weg legten, hatten mir fast das Herz zerrissen, denn zum Ende hin kamen abermals viele Tränen und von meiner Hoffnung war kaum mehr etwas vorhanden.

Wenn sie nachts im Bett lag, an die Decke starrte und in sich hineinhorchte, erkannte sie sich selbst nicht mehr. Wo war all ihre Lebensfreude hin, wo war die spontane, witzige, abenteuerlustige Mona?

Ich war zum zerreißen gespannt und doch wollte ich gar nicht weiterlesen, denn meine Wünsche wurden bis jetzt nicht erfüllt. Wieso sollten sie es jetzt tun? Ich wusste nicht, ob es ein Happy End geben würde oder nicht, denn das, stand für mich in den Sternen.

Fazit: Eine wundervolle Geschichte, mit viel Herz und Gefühl, die auch in die Tiefe geht, sich mit einem bestimmten Problem beschäftigt, das gar nicht allzu rar ist und jeden von uns treffen könnte. Hin und her gerissen von den Gefühlen, den Worten der Autorin, führte sie mich auf eine Reise, die durch das ganze Chaos in meinem Kopf keinen positiven Ausgang versprach, mich letztendlich jedoch sehr glücklich machte.

Autor: Kristina Moninger
Verlag: FeuerWerke Verlag
Seiten: 300
eBook / TB
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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar

Mona ist nicht auf der Suche nach der großen Liebe. Denn eigentlich ist sie ganz zufrieden mit ihrem unkomplizierten Leben – bis sie Milan begegnet. Doch bevor die beiden, die so perfekt füreinander scheinen, sich wirklich kennenlernen können, reißt ein dramatisches Ereignis Mona für Monate aus dem Alltag. Eine Zeit, in der Milan glaubt, dass Mona ihn vergessen hat, obwohl ER in Wirklichkeit der seidene Faden ist, an dem Monas Leben hängt.

Als sie sich endlich wiedersehen, hat sich vieles verändert. Nur die Anziehungskraft ist ungebrochen. Aber das Schicksal hat anderes mit ihnen vor – denn manchmal steht zwischen Glück und unerfüllter Liebe nur ein kleines, zerstörerisches Wort: Eigentlich …

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