Rezension

Game Over: You’re Lost – Stefanie Mühlsteph

 

Rezensionsexemplar   

|  Autor: Stefanie Mühlsteph |   Verlag:  Papierverzierer   |   Seiten: 360   |   

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Das Cover finde ich gut. Es zeigt auch schon ein wenig, worum es in dem Buch gehen könnte und macht auf jeden Fall neugierig.

 

Nach den ersten Seiten war ich schockiert, denn das war echt krass. Natürlich wollte ich sofort wissen, wie das passiert ist, was der Auslöser war und wie es denn am Ende ausging. Seite um Seite verschlang ich und kam dem Ziel immer näher.

Etta war eine zielstrebige Person, die auf eine Schule ging, in der es nur um den Rang ging. Sie war im Laufteam, an der Spitze, und wollte auf ein Eliteuni in die USA. Sie hatte die besten Chancen und ihre Konkurrentin konnte ihr nicht das Wasser reichen. Doch es sollte anders kommen. Als die das Spiel Bishamonten begann, veränderte das ihr Leben. Eigentlich bewunderte ich Ettas Disziplin, Ausdauer und Kampfgeist. Sie war ein nettes Mädchen, wusste vor allem, was sie wollte und sorgte sich um ihren Bruder Finn.

Finn hatte eine Krankheit und stand daher meistens im Mittelpunkt, was nicht immer einfach war. Für Etta. Trotzdem liebte sie ihn, und würde alles für ihn tun.
Auch er spielte ……

 

Die „Spiel“ war spannend, obwohl ich lange brauchte, um mir die japanischen Namen zu merken. War anfangs leicht verwirrend, aber irgendwann ging es dann. So halbwegs wenigstens. 
Immer mehr wurde ich in den Strudel hineingezogen und ich glaube, ich hätte selbst nicht mehr aufhören können.

Doch dann fing es sich an zu ziehen. Ich verstehe, warum die Einzelheiten bestimmter Kämpfe wichtig waren und auch aufgeschrieben werden mussten, doch das hätte man auch ein wenig anders lösen können. Es wurde mühsam, auch, wenn in Ettas Leben immer etwas passierte. Das nahm mir dann doch die Freude und Euphorie, die ich anfangs empfand. Ich wollte nur mehr wissen wie es ausgeht. Das dazwischen interessierte mich ehrlich gesagt immer weniger.

Merkwürdige Dinge geschahen und ich machte mir so meine Gedanken und begann zu spekulieren. Umso weiter ich kam, umso mehr verfestigte sich meine Ahnung und ich sollte recht behalten. Zumindest in einem Punkt.

Auch fand ich anfangs einen Monolog einer bestimmten Person, wie sich später rausstellte, verwirrend. Ich hatte keine Ahnung wer das war, ob derjenige wichtig war, was er hier zu suchen hatte und was ich mit ihm überhaupt anfangen sollte. Erst nach und nach verstand ich, welchen Sinn es hatte. 

Hier wurde auch das Thema Mobbing behandelt, aber eher im Hintergrund, wie ich finde. Manipulation und Sucht standen im Vordergrund. Diese beiden Themen wurden hier gut beschrieben und zeigten, wie einfach es doch ist und man sich selbst verlieren kann. 

Zum Ende hin ging dann alles plötzlich sehr schnell und der Schluss war….. Zack. Bumm. Aus. Klar muss es irgendwann ein Ende geben, aber da ging es mir dann doch viel zu schnell. Auch wurde eine Frage nicht ganz beantwortet oder besser gesagt, wäre mir etwas Anderes in den Sinn gekommen, was auch besser zu den ganzen Umständen gepasst hätte.

 

Der Schreibstil ist gut und leicht zu lesen und zieht einen auch direkt mit, doch ich fand einige Fehler, die mich doch ein wenig ärgerten.

 

Fazit: Die Idee zur Geschichte fand ich top! Die Umsetzung hätte besser sein können, doch alles in allem eine gute Geschichte. 

 

 

Etta ist die beste Läuferin ihres Teams und Anwärterin auf ein Stipendium an einer Sporteliteuni. Einfach laufen und alles vergessen, das ist genau ihr Ding. Vielleicht bekommt sie so auch die Aufmerksamkeit ihrer Eltern, die sich sonst immer mehr für ihren jüngeren Bruder Finn interessiert haben – ein Computer-Nerd, der mehr Probleme hat, als man mit ADHS begründen kann.
Der neuste Hype für ihn ist das Spiel “Bishamonten”. Obwohl ihre Eltern oft auf Geschäftsreise sind, sorgen sie sich zumindest insoweit um Finn, dass sie Etta damit beauftragen, ein Auge auf ihren Bruder in diesem eSport zu werfen, damit seine schulischen Leistungen nicht weiter abfallen. In dem Gefühl, ihren Bruder zu verraten, begibt sich Etta trotzdem in diese Welt, in der sie offenbar wie im täglichen Leben Leistungen abrufen muss und dem nicht immer so angenehmen Sozialverhalten anderer gegenübersteht.
Mobbing, tägliches Training und der Umgang mit Substanzen werden zu einem fragwürdigen Strudel, der Etta und Finn alles abzuverlangen scheint und an die Grenzen bringt, bei deren Überwindung sie auf sich allein gestellt sind. Denn dort draußen ist nicht jeder dein Freund, nur weil er das sagt.

S. Mühlsteph begeistert mit einem Jugendthriller, der absolut unter die Haut geht. Weißt du, mit wem du chattest? Kennst du deine Mitspieler? Was bist du bereit zu opfern, um der Beste zu sein?

 

 

 

 

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