Gedankenregen
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Gedankenregen

Wie ihr bestimmt gesehen habt, habe ich ja das Buch “Bus 57” von Dashka Slater gelesen und war ja mehr als baff. Aufgrund dessen, muss ich dazu einfach meinen Kopf mal ausschütten und darüber reden, denn ich finde, dass das ein sehr wichtiges Thema ist. Hasskriminalität.

 

In diesem Buch wurde vor Augen geführt, wie es in der Welt da draußen wirklich zu geht. Ich selbst habe mir noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, da es für mich egal ist, wer wie ist und zu wem diese/r sich hingezogen fühlt. Ob hetero, homo, trans*, agender, oder was es sonst noch für Ausdrücke gibt. Für mich ist ein Mensch ein Mensch, wie es auch für alle anderen sein sollte, doch leider stößt das nicht bei allen auf Akzeptanz. 

 

Immer wieder frage ich mich, was die Leute mit dieser Hasskriminialiät bezwecken. Das Wort alleine lässt mich schon erschaudern, denn ich verstehe es nicht wirklich. Wie kann man jemanden physisch angreifen, nur weil derjenige anders ist? Scheiße, was ist nur los mit den Leuten? Warum? Aus Angst, vor dem, was ich nicht kenne? Weil es sich von mir selbst unterscheidet? Weil es etwas Anderes ist? Jeder ist, wie er ist und hat auch das Recht darauf. Wenn mir etwas nicht gefällt, aus welchem Grund auch immer, gut, dann ist es halt so, aber da muss ich doch nicht einen anderen Menschen misshandeln, ihm weh tun, egal wie, nur weil mir das nicht passt! 

 

Ich traue mich jetzt zu sagen, dass das auch mehr bei den Jugendlichen vorkommt. Wenn ich mich irre, sorry. Ja, Mobbing gibt es auch am Arbeitsplatz und im Erwachsenenalter und diese Hasskriminaliät kann auch weiter gehen. Mobbing ist auch so ein Thema, aber das ein anderes Mal. Hier geht es mir in erster Linie um die Gewalt und eben Kriminalität. Viele werden bestimmt aufgestachelt, lassen sich provozieren, vor allem , wenn das Umfeld nicht ganz passt, man sozusagen in die “falschen” Kreise gerät oder von Haus aus dort aufwächst, wie eben in einer Stadt, wo die Kriminalitätsrate sehr hoch ist. Sie rauben Leute aus, immer wieder, prügeln auf sie ein und am Ende begehen sie vielleicht auch noch einen Mord. Ich will mir diese schrecklichen Szenen gar nicht vorstellen, zu grausam. Aber ihr versteht was ich meine, oder? Kann man diese Menschen nicht einfach in Ruhe lassen? Sie tun keiner Menschenseele etwas und wenn es mir nicht passt, kann ich doch wohl so viel Charakter besitzen, um wegzusehen oder zu gehen! Meine Meinung. Ich bin offen für alles, wenn ihr das nicht seht. 

Warum sitzt der Hass so tief? Wie kommt es überhaupt dazu? Schon von den Eltern oder erst den Freunden? Schule? Als Jugendlicher kann man – wie auch die Autorin in dem Buch beschrieb – richtig handeln, aber oft ist dieses Handeln mit Emotionen verbunden, die das Hirn dann irgendwie ausschalten oder umgehen und man so eine Tat begeht. Einmal getan, war es ein Fehler. Ein zweites Mal, wird schon etwas kritischer. Wird es immer öfter, wird schwer zu stoppen sein. Das kann sich natürlich auch noch länger hinziehen, bis über 21, aber trotzdem begann es viel früher. Ich finde das ganz wirklich sehr schlimm und mir tut es im Herzen weh. 

Ich glaube, ich werde so etwas nie wirklich verstehen und auch nicht können. Dafür fehlt mir anscheinend irgendwas. 

 

Wie sieht das dann mit der Verurteilung aus? Dem Knast?

Eine Verurteilung muss sein, finde ich auch richtig, aber wer hat denn zu entscheiden, in welchem Ausmaß diese stattfindet? Der Staat? Ja, wer sonst, denn dafür gibt es ja Gesetzte, endlose Paragrafen, usw. Aber wer weiß, ob es wirklich Absicht war, oder einfach nur ein Streich? Wer maßt sich an, zu entscheiden, obwohl keiner sieht, wie es in dieser Person innen drin aussieht, ob sie weiß, was Richtig und was Falsch ist und ob diese Reue zeigt? Oder ob es wirklich nur reiner Hass war? Ich will hier keine Partei ergreifen, beim besten Willen nicht. Doch das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. In bestimmten Fällen sieht es das Gesetz kann klar, klar. Bei Wiederholungstäter auch. Irgendwo muss man ja dem ganzen ein Ende setzten und jeder muss für seinen Taten gerade stehen. Das finde ich auch richtig. Trotzdem bin ich – wie in diesem Fall – hin und her gerissen. Wisst ihr, was ich meine? Ein Jugendlicher ist anders als ein Erwachsener. Muss nicht, aber meistens zumindest. Daher fällt mir das alles noch schwerer zu beurteilen.

Ich hoffe, nie in so eine Situation zu kommen.

 

Vielleicht bringe ich mich mit meinem Geschriebenen in Teufelsküche, aber dann ist es halt so. Ich will nur, dass man darüber nachdenkt und sobald sich jemand aufregt, oder mir zustimmt, auch nur bis zum Ende liest, habe ich das schon erreicht.

Es ist so wichtig, ein Zeichen zu setzten und das immer wieder. Damit die Toleranz un Akzeptanz größer wird. 

 

Diese Menschen sollen bleiben, wie sie sind, sich nicht verstecken und auch nicht müssen, sondern das ausleben, was sie möchten. Stark sein und darüber stehen! Auch wenn es schwerer ist, als gesagt.

 

Was denkt ihr über die Sache? Wie steht ihr zu dem Thema?

 

 

Danke fürs Zuhören, ich musste dem ganzen mal Luft machen und mir von der Seele reden.

 

 

 

Eure Patrizia

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