Rezension

Lieber Daddy Long Legs – Jean Webster

Das Cover finde ich wunderschön! Die Farben, die Blumen, einfach alles und Aufgrund dessen und einer Empfehlung habe ich es mir auch gekauft. 

Ich war schon sehr gespannt, was mich denn erwarten würde, denn der KT verrät ja nicht sooo viel.

 

Ich lernte gleich einen der Hauptcharas kennen, Jerusha Abbott. Nach 18 Jahren in einem Waisenhaus hatte sie das Glück, von deinem reichen Treuhänder die Ausbildung an einer Universität bezahlt zubekommen und lernte so wirklich und richtig zu leben. Dieser “Daddy Long Legs”, wie sie ihn liebevoll nannte, hatte nur eine Bedingung. Sie musste ihm das Geld nicht zurückzahlen, nein, nur monatlich einen Brief schreiben, in dem sie ihre Fortschritte erzählte.

Jerusha, die sich selbst irgendwann Judy nannte, war ein aufgewecktes und fröhliches Mädchen. Sie wusste es sehr zu schätzen, was dieser mysteriöse reiche Mann, dessen Namen nicht genannt werden durfte, für sie tat. Er öffnete ihr damit alle Türen in ein besseres und sicheres Leben.

Ihr bei ihrer Entwicklung zuzusehen, war sehr schön. Sie lernte mit Eifer, steckte sich Ziele und immer wieder schrieb sie all das an den fremden Mann. Es blieb selten nur bei einem einzigen Brief, denn sie musste ihm einfach alles mitteilen.

Der Schreibstil ist toll. Die Geschichte berührte mich. Die Umstände, in denen Judy aufgewachsen ist, was sie dank dieses unbekannten Mannes alles erleben konnte, wie sie sich entwickelte. Sie vergaß nie, wer sie war, auch wenn sie glaubte, es nicht immer zu wissen. Sie war wissbegierig, freundlich und als es dem Ende zuging, auch sehr selbstbewusst. Ich musste viel lachen, aber oft hatte ich auch Tränen in den Augen.

Dieses Buch war überhaupt nicht das, was ich erwartet hatte. Am Ende war ich glücklich, doch wusste ich trotzdem nicht viel damit anzufangen. Es ist total anders, als alles, was ich bisher gelesen habe. Es handelt sich um die Briefe, die Judy geschrieben hat, bis zuletzt. Irgendwie habe ich etwas mehr erwartet, bin aber mit dem Ausgang der Geschichte vollkommen zufrieden. Sehr widersprüchlich, ich weiß, aber ich kann nicht genau sagen, ob es mir nun wirklich so toll gefällt, oder ob es einfach ein schönes Buch für zwischendurch ist. Vielleicht, weil ich so etwas in der Form nicht kenne. Vom Hocker gerissen hat es mich allerdings nicht. Die Geschichte ist schön und etwas total Anderes, aber ich kann jetzt nicht sagen, dass ich total begeistert davon war, nichts, dass mich dermaßen gefangen nahm. Ich war neugierig, wie die Geschichte ausgeht und ob ich mit meiner schon baldigen Vermutung richtig lag.

 

Fazit: Ein total überraschendes Buch das mich zwiespaltig zurückließ. Die Geschichte war schön, traurig, aufregend und auch lustig.  Doch kann ich jetzt nicht sagen, dass es mich komplet umgehauen hat. Für mich bleibt es ein Buch für Zwischendurch, das einfach nett zu lesen ist.

 

 

Autor:  Jean Webster

Verlag: Königskinder Verlag

Seiten: 256

eBook, HC

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Im Verlag

 

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton.

 

 

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