Rezension

Mondstaub und Sonnenstürme – Maja Köllinger

 

Rezensionsexemplar

Das Cover finde ich einfach genial! Wunderschön und total anziehend und sofort möchte man wissen, was denn die Geschichte dahinter ist.

 

Der Anfang war … sehr schön, doch würde  gleich darauf von etwas Schrecklichem getrübt, was auch mich in eine sehe Schocktstarre verwandelt hat.
Sogleich offenbarte sich ja das Geheimnis von Stella und ich war erstaunt. Ja, sogar ein wenig baff. Was sich die Autorin da gedacht hatte, war wundervoll. Sie hatte wunderschöne Bilder in meinen Kopf gezaubert. Die Idee ist zu dieser Sternenseele und was sie machen kann, wie sie es macht ist einfach toll und ließ mich sofort träumen.

 

Seltsam, dass ich mich der Unendlichkeit des Weltalls verbundener fühle als Nachbarn oder meinen eigenen Eltern. Niemand versteht mich und im Gegenzug erwarte ich auch von niemandem Verständnis.

 

Alles nahm seinen Lauf und Stella war durch den Verlust ihrer Eltern von vorn herein als Außenseiterin abgestempelt worden. Das fand ich ziemlich schlimm, denn keiner wusste, was in ihr vorging und wie das war, was sie erlebt hatte. Welches Trauma sie davon trug und schwer es war, aus dem tiefen und finsteren Loch wieder rauszukommen.
Trotz aller Umstände schloss sie eine Freundschaft, mit Jen, die zu ihrer besten Freundin wurde. 
Als sie dann noch Noris kennenlernte, der anscheinend gleich war wie sie, kamen immer mehr Rätsel auf. Wer ist er? Was hat es mit deren Gabe auf sich? Und woher bitte kommt sie??

Für mich zog es sich jedoch bis nicht ganz zur Hälfte des Buches. Immer wieder passierte etwas, doch nicht wirklich viel, was mich gefesselt hätte, so, wie ich es mir vielleicht gewünscht hatte. Aber dann ………

 

»Ich wünsche dir viel Glück. Erinner dich immer daran, dass Licht und Dunkelheit nie allein existieren können. Sie finden ihre Balance und erschaffen so das Leben. Die dunklen Zeiten gehören genauso dazu wie die hellen. Nur du allein entscheidest, was du mit diesem Wissen anfängst. Nutze es weise.«

 

Nach der bombastischen Auflösung des wohl wichtigstes Rätsels, hatte es mich gepackt. Zuerst natürlich umgehauen und kurz musste ich mich von der Offenbarung erholen, doch viel Zeit gab mir die Autorin nicht. Von da an war ich Feuer und Flamme und es konnte mir gar nicht schnell genug gehen. Auch ging es im rasanten Tempo weiter. Die Gefühle rissen mich mit, in den Abgrund und in den  Himmel. Ich fiel und stieg empor und es war herrlich. 
Die Erkenntnis, die Stella wie ein Blitz traf, geschuldet den Ereignissen, waren unglaublich und machten nicht nur mich sprachlos.

Wie Stella zu kämpfen begann, nach dem schrecklichen Erlebnis war bewundernswert. Und obwohl ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden, hatte sie sie tapfer beiseite geräumt. Jeden einzelnen davon. 
Zudem war sie nicht alleine. Gott, wenn ich mir Noris so vorstelle, würden nicht nur meine Planeten aus der Bahn geraten und die Sonne heller strahlen, als alles andere.

 

Ich fühlte mich wie seine verlorene Tochter, wie ein Stern, der vom Himmel gefallen war und nun seinen Weg nicht mehr zurückfand.

 

Noris ist schon ein toller Typ! Seine Aura mag zwar düster sein, aber umso mehr ich über ihn las, umso mehr mochte ich ihn. Abgesehen davon, dass ich ihn ja schon von Anfang an gut leiden konnte. 
Ihn ereilte das gleiche Schicksal wie Stella, nur wusste er von allem. Zumindest fast. 
Was sich zwischen den beiden entwickelte konnte ich anfangs nicht wirklich deuten, da sie sich aufgrund ihrer Andersartigkeit wie Magnete anzogen. War es nur diesem Grund geschuldet oder mochten sie sich wirklich? Meine Frage diesbezüglich wurde natürlich beantwortet. Später …….

 

Das Ende ……. Da kam nochmal ein Inferno auf! Und das ist nicht nur metaphorisch gemeint. Wahnsinn! Niemals, nie und nimmer hätte ich das erwartet! Da glaubt man, nun alles aufgedeckt zu haben und dabei lässt die Autorin am Ende erst die richtige Bombe platzen. 

 

Meine Seelensplitter hatten sich gesammelt und zu einem neuen Ich zusammengesetzt. Einem Ich, das zerstört worden war und dennoch nicht aufgab. Das nach der Wahrheit suchte und nicht von der Angst getrieben wurde, daran zu zerbrechen. Ich war mehr als die Gesamtheit meiner Scherben.

 

 

Fazit: Eine sehr interessante und zugleich faszinierende Geschichte, die sich wunderschön entwickelt. Große Gefühle, die in einem Wirbel aus Gut und Böse verschwimmen, mich gefangen nahmen und zum Staunen brachten. Nie hätte ich eine solche Geschichte erwartet und bin umso glücklicher, nach der kleinen Durststrecke, die volle Dosis Mondstaub abbekommen  zu haben.

 

 

Autor: Maja Köllinger

Verlag: Drachenmond Verlag

Seiten: 350

eBook / TB

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Im Verlag

 

 

Stell dir vor, du siehst in die Augen deines Gegenübers und erblickst sein Universum.

Du erkennst Gedanken, die wie Planeten in seinem Kopf umherkreisen.
Gefühle, die sich in Sternenbildern auf seinen dunklen Pupillen abzeichnen.
Geheimnisse, die sich in der schimmernden Nebula am Rande seiner Augen sammeln.

Stella ist eine Sternenseele. Sie verfügt über die Gabe, den Kosmos in unseren Köpfen zu ergründen.
Denn wir alle bestehen aus Sternenglanz, Mondstaub und Sonnenstürmen.
Wir alle tragen die kleinsten Teile des Universums in uns.

Wir haben nur verlernt, hinzusehen.

 

 

 

 

 

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