Gedankenregen
Allgemein

Nachdenken und Umdenken

Hallo meine Lieben!

Heute wurde es mal wieder Zeit für ein paar Gedanken. Inspiriert – könnte man sagen – wurde ich durch mein aktuelles Buch “Die Welt wäre besser ohne dich”. Ich hab es angefangen und wusste nur grob, worum es sich handelt. Damit hätte ich allerdings nicht gerechnet und obwohl es ein Buch ist, könnte die Geschichte darin nicht realer sein.

Immer wieder denke ich an solche Situationen und kann es noch immer nicht fassen, wie wir täglich miteinander umgehen. Egal, ob es sich dabei um ein Buch handelt, das einer mag, der andere nicht, den Umgang selbst bei Diskussionen und und und. In dem Buch geht es um Mobbing. Auf eine ganz schlimme Weise, wie ich finde. Warum ich auch gerade jetzt diesen Beitrag verfasse, wo doch immer und irgendwo ständig darüber gesprochen oder geschrieben wird und wir es vielleicht schon satt haben, zu lesen? Weil es gerade jetzt, in dieser besinnlichen Zeit vielleicht mehr Menschen zum Nachdenken und Umdenken anregt. Weil wir vielleicht genau jetzt offener und empfänglicher für so etwas sind. Und weil es mich gerade einfach wieder beschäftigt.

 

Ich bezweifle nicht, dass es täglich Menschen gibt, die sich so fühlen – einfach nur schlecht, mit Wünschen, nicht da sein zu wollen, nicht richtig zu sein – oder die dazu beitragen, dass sich bestimmte Leute so fühlen. Immer wieder finde ich es einfach nur schrecklich. Schrecklich, was die Gesellschaft mit uns anstellen kann. Nur, weil man anders ist und vielleicht in gewissen Dingen nicht ins Bild passt.

Mobbing wird nie ein Nicht-Thema sein, denn es ist allgegenwärtig, auch, wenn es mich nicht betrifft. Es fängt als Kind an, wobei ich sagen muss, dass Kinder erst lernen müssen, was richtig und was falsch ist und sich dessen nicht bewusst sind, was sie mit einfachen Worten anstellen können. Aber dafür sind wir Erwachsenen da – egal ob man selbst Kinder hat oder nicht. Um ihnen den richtigen Weg zu zeigen und zu erklären, dass Beleidigungen, egal welcher Art, sowie Hänseleien und andere Dinge nicht gut sind. Ja, ich muss zugeben, als ich jünger war, habe ich auch oft gelästert, zB über einen bestimmten Kleiderstil oder Frisuren oder ein bestimmtes Verhalten. Heute weiß ich es besser, zum Glück.  Nur ich wäre damals auch nie soweit gegangen, so etwas öffentlich zu sagen oder in die Medien zu stellen. ( Die gab es damals zwar noch nicht, aber das tut nichts zur Sache)

Und das ist auch so etwas, was sehr erschreckend ist in der heutigen Zeit, aber vor allem macht es Mobbing leichter und einfacher. Durch die Sozialen Medien kann man sagen was und wo man will, ohne jemandem persönlich gegenüber zustehen. Da ist man sofort viel mutiger und es fällt einem leichter, weil ja niemand einen sehen kann. Man kann sich hinter seinem Profil verstecken, Wut und alle Gefühle rauslassen. Doch wir vergessen, dass sich auf der anderen Seite noch immer ein Mensch befindet, dem das sehr wohl sehr nahe geht und verletzt. Und vielleicht sogar auch noch schlimmer. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Menschen mit dem Gedanken spielen, sich umzubringen oder es auch tun, weil sie es einfach nicht mehr aushalten, das glauben, was über sie geredet und verbreitet wird. Wie kann man so etwas tun? Sich am Elend der anderen erfreuen und es als Genugtuung empfinden, demjenigen geschadet und so Rache genommen zu haben? Egal ob es dabei wirklich darum geht, jemandem eines auszuwischen oder ob man dabei einfach nicht über sein Handeln nachdenkt. Unwissenheit ist kein Grund vor Strafe. In vielen Dingen würde ich es so sehen, in vielen nicht. Aber es stimmt. Auch wenn man nicht weiß, was man damit anrichtet, tut man es. Oft ein Schaden, den man nicht abschätzen oder eingrenzen kann, nur weil man es nicht weiß. Die Konsequenzen ändern sich jedoch dadurch nicht. Jede Tat zieht Konsequenzen nach sich.

 

Auch in der Bücher-, Autoren- und Bloggerwelt ist das ein Thema. Ich habe schon genug Posts gelesen, wo Bücher in der Luft zerrissen werden und das ohne “Stil”. Wenn mir etwas nicht gefällt, kann ich es auch auf respektvolle Weise tun, denn auch diese Geschichte hat ein Mensch geschrieben. Bei den Bloggern kommt es auch immer wieder vor, dass diese sich beschimpfen, als wäre man Abschaum und es eigentlich gar nicht wert. Egal, ob es dabei um eine Diskussion geht oder ob der Blog dem und dem nicht gefällt, weil er halt so ist, wie er ist. Oder eben beim Lesen. Aussagen wie: “Wie kannst du das nur gut finden, es ist ja so schlecht.” oder “Lies doch mal was Gescheites” machen mich einfach nur traurig. Jeder ist anders, jeder ist besonders, auf seine Art und Weise und noch leben wir in einem Land, wo wir lesen können, was wir wollen. Schreiben können, was wir wollen. Ja, wir können auch sagen, was wir wollen. Das wäre auch okay, wenn der Ton stimmt. Der Ton macht die Musik und bei Geschriebenem eben die Wortwahl. 

 

Akzeptiert jeden, wie er ist. Egal ob dick oder dünn, groß oder klein, mit einer schiefen Nase oder Pickel im Gesicht. Keiner, absolut keiner hat eine Ahnung, welcher Charakter sich dahinter verbirgt und wie oder ob man die Mauern dahinter niederreißt und derjenige sie nicht wieder aufbauen kann. Wir sind alle Menschen. Wir müssen uns nicht alle mögen, Nein. Das wäre ja auch zu viel und nicht gut. Jeder hat seinen Vorlieben und seine Freunde, tut was ihm gefällt, zieht an, was ihm gefällt, IST wer er IST. Dabei ist es auch völlig egal, ob es sich dabei um das Geschlecht handelt, was auch wieder so ein Thema ist. 

Behandelt jeden mit Respekt, auch im Netz. Tut nichts, was ihr für euch nicht auch wollen würdet. Denkt nach, bevor ihr redet.

 

Das musste jetzt einfach mal raus und ich hoffe, ihr seht es so wie ich!

 

Habt noch einen schönen Tag und besinnliche Feiertage!

 

Eure Patrizia

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