Rezension

Die Grimm Chroniken: Der Gesang der Sirenen – Maya Shepherd

 
Rezensionsexemplar

Das Cover ist wieder wunderschön und passt sehr gut zur Geschichte.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich den nächsten Band bestaunen kann.

Endlich konnte ich weiterlesen!
Was ich zu anfangs gleich anmerken möchte, ist, dass ich die „Was geschah“ Abteilung am Anfang sehr gut finde, denn wenn man mehrere Bücher in der Zwischenzeit liest, hilft das einem schon sehr auf die Sprünge.

Fassungslos!
Mir schwirrt der Kopf und ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Oder was real ist und was nicht. Doch. Durch diesen Band erfuhr ich, was wirklich passiert ist – zumindest ist es meine Auffassung – und ich kann meinen Schock gerade mal so verkraften.

 

»Die Liebe ist der größte Fluch von allen«, sagte Blaubart und blickte mich beinahe mitfühlend an. »Sie macht uns schwach.« Die Worte kamen mir seltsam vertraut vor. Meine Mutter hatte etwas ganz Ähnliches gesagt.

 

Es geht weiter mit Mary und Dorian und das war schon mehr als ein Abenteuer. Sprachlos und mit aufgeklappter Kinnlade ließ mich die Autorin an dessen Ende zurück und langsam begann ich zu verstehen. So vieles ergab endlich einen Sinn und fügte sich langsam zusammen.

 

Man konnte niemanden so sehr hassen wie jemanden, den man einst geliebt hatte.

 

Maggy …. Sie tat mir so leid! Sie fürchtete um Will. Nicht nur sie. Sie scheint etwas zu spüren. Irgendwas läuft hier nicht so rund, zumindest wird etwas verschwiegen, über Schneewittchen. Die Königin ließ sich trotz Einladung noch nie blicken. Sehr merkwürdig…..
Ich denke nämlich auch, dass vieles nur ein Märchen ist. Aber wer kann das schon so genau sagen…….

 

Maggy hingegen glaubte fest daran, dass in den Träumen der Prinzessin viel mehr verborgen lag als Rumpelstein zugeben wollte. Sie hatte in ihren Augen einen Funken Hoffnung gesehen. 

 

Geheimnisse wurden gelüftet, wahrscheinlich fast die wichtigsten und natürlich kamen neue Fragen dazu. Ich wusste nun, was mit der Königin passiert ist, und warum sie so ist, wie sie ist. Obwohl ich mir noch nicht erklären konnte, ab wann dies ihr Handeln und ihre Persönlichkeit beeinflusste.

 

Das Böse war keine Ansichtssache, sondern eine freie Entscheidung.

 
Fazit:Ein Abenteuer, das diesem Wort nicht gerecht wird und bei weitem noch übertrifft. Spannung, Wahrheiten, Erinnerungen – die doch keine sind – und Lügen kamen ans Tageslicht und dieser Band ist für mich bisher der beste.
 

 

Autor: Maya Shepherd
Seiten: 142
eBook / TB

 

Dort zwischen der Gischt entdeckte ich ein bleiches weibliches Gesicht. Die Sirene hatte leuchtende Augen, so grün wie Algen. Ihr Haar war rot wie Blut. Es floss in sanften Wellen über ihren Körper, der nackt war, soweit ich es erkennen konnte.
Sie war eine Schönheit und es fiel mir leicht, zu verstehen, warum Männer ihr und ihrem Gesang verfielen. Doch wenn man genau hinsah, konnte man erkennen, dass sie spitze Zähne in ihrem Mund trug. Zähne, die zum Töten gemacht waren. An ihrem Hals hatte sie Kiemen wie ein Fisch. Sicher war ihr Körper kalt wie der Tod.
Die Sirenen waren seelenlos, deshalb vermochten sie nicht mehr, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Sie hatten geliebt und waren so bitter enttäuscht worden. Das Leben hatte für sie nur Leid übrig gehabt und nun waren sie in ewiger Rachsucht gefangen.

»Stürze dich in die Fluten und schenke der Meerhexe deine Seele. Sie wird dir im Gegenzug die Gunst des ewigen Lebens erweisen.«

 

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