Allgemein

Westrin: Kaisersturz – Felix A. Münter

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar
 

 

Das Cover finde ich sehr gelungen und es gefällt mir sehr gut. Es passt auch perfekt zur Geschichte und mich hat es zusätzlich zum Klappentext total neugierig gemacht.

„Ehre dem Kaiser! Ehre Westrin! Ehre der Legion!”

Ich mag ja solche Filme schon total gerne und die Chance, obwohl ich bisher noch eher wenige solche Bücher gelesen habe, habe ich somit ergriffen.
Ich war sehr gespannt, denn für mich war es auch das erste Buch des Autors.

»Für Westrin! Für den Kaiser!«, brüllte Nepos und gab seinem Pferd die Sporen.

Es fing schon total spannend an und ich war …. etwas geschockt? Der Autor macht von Anfang an klar, was den Leser hier erwartet und ich fand es toll. Auch stellen sich hier schon einige Fragen, auf dessen antworten ich brannte.
Ich will nun gar nicht näher auf die Charaktere eingehen, denn wer das Buch liest, weiß warum. Natürlich hatte auch ich meine Lieblinge, doch ich sag nur so viel: Felix ist wirklich richtig fies!
Er ließ mich zittern, meinen Körper unter Strom stehen und die Zeilen konnte ich gar nicht schnell genug lesen. Ich war gefangen und der Zeit des Krieges und der Magie und so etwas habe ich noch nie gelesen geschweige denn miterlebt! Wahnsinn!!!

Kreon setzte ab und lächelte, dann ging ein Zittern durch seinen Körper und sein Gesicht wurde eine verzerrte Maske des Schmerzes. Der Becher entglitt seinen Fingern und rauschte scheppernd zu Boden. Der Kaiser verkrampfte sich und fiel vom Stuhl, dunkelroter Schaum schoss ihm aus Mund und Nase. Er keuchte und stöhnte, rang nach Luft und verlor die Kontrolle über seine Gliedmaßen. Nepos eilte zu ihm, doch es war bereits zu spät. Kaiser Kreon hatte nicht einmal zwei Tage an der Spitze Westrins gestanden.

Der Schreibstil ist toll und auch wenn alles in der dritten Person geschrieben ist, passt es mir hier perfekt. Es gibt sehr viele Protas und Schauplätze und ich tat mir überraschenderweise überhaupt nicht schwer. Es wurde alles wunderbar beschrieben, nach und nach ausgebaut und erklärt, und die verschiedenen Sichtweisen trugen dazu bei, dass ich ziemlich schnell alles in meinem Kopf hatte.

Da marschierten große Männer aus dem Norden neben Kriegern mit schwarzer Haut vom südlichen Kontinent, mandeläugige Kämpfer vom östlichen Kontinent neben breitschultrigen Männern aus dem Westen. Jede Truppe führte ihre eigenen Farben, ihren eigenen Banner, und die Strahlkraft war schier überwältigend.

Dieses Buch ist nicht gerade dünn und ich frage mich, wie man es denn schaffen kann, die Spannung durchgehend so zu halten, keine Langeweile aufkommen zu lassen und mich kaum zu Atem kommen zulassen, denn genau das hat Felix hier geschafft.
Er hat mich schockiert, total, meine Skepsis und Wut geschürt und doch am Ende die Hoffnung siegen lassen. Zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer hat er mir gelassen.

Der Ammiraglio war wie eine Spinne, die ihr Netz aufgespannt hatte, wartete auf den nächsten Zug seiner Beute. Es war das altbekannte Spiel.

Natürlich gibt es viel Blutvergießen, aber wir befinden uns im Krieg und es ist bestimmt nichts für zartbesaitete.

Und das Ende? Wer weiß, ob meine Verwünschungen und Flüche alle angekommen sind! Denn es gab unzählige. Ich werde es im nächsten Band merken.

Es war ein guter Tag für die Schlacht. Nepos spürte, wie sich an Ort und Stelle die Geschichte ändern würde.

Fazit: Ein toller Auftakt eine Reihe – auch für Nicht-Liebhaber des Krieges – die mich sehr überrascht hat, mit vielen tollen Szenen, Hintergrundinformationen und tollen Charakteren. Die stetige Spannung und das Mitbangen trugen dazu bei, dass ich gar nicht mehr aus dieser Welt raus wollte.

 
 
Seiten: 494
eBook / TB
 

Seit 800 Jahren herrscht das Imperium von Westrin über die bisher bekannte Welt. Doch das Kaiserreich ist nur noch ein Schatten früherer Zeiten. In einem besonders harten Winter fallen drei Nachbarreiche über das Land her mit dem Ziel, das sterbende Kaiserreich unter sich aufzuteilen.
Für Westrin ist die Zeit jedoch noch nicht gekommen. Die Hoffnung des Imperiums liegt auf den kaiserlichen Zwillingen. Da sie jedoch noch Kinder sind, versucht man sie aus Krieg, Intrigen und Gewalt rauszuhalten. Sofern das gelingen sollte, bekäme Westrin die Möglichkeit, in Zukunft wieder aufzusteigen und den Kaisersturz einigermaßen unbeschadet zu überstehen.

0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.