Sind dicke Menschen anders als andere
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Sind dicke Menschen anders als andere? – Bleib du

Ihr denkt jetzt bestimmt, wieso ich über dieses Thema schreibe, denn wie soll ich mich auskennen, da ich selbst nicht betroffen bin. Ganz einfach. Ich sag euch, wie ich darüber denke, denn immerhin ist es etwas Wichtiges, das leider noch immer viele Schwierigkeiten mit sich bringt. Nachdem ich das Buch “Das Mädchen aus der 1. Reihe” gelesen hatte, war ich geflasht, erschüttert und mein Gemütszustand undefinierbar. Da fing ich mal richtig an, über das ganze nachzudenken. 
 
 
Sind dicke Menschen anders als andere? NEIN! Sie werden leider nur oft so behandelt. 
 
 
Mir ist es egal, ob mein gegenüber dick oder dünn ist. Auch ob er groß oder klein ist, eine Brille oder eine Zahnspange trägt, eine reine Haut oder Pickel im Gesicht hat. Ich urteile nicht. Der Charakter hat damit überhaupt nichts zu tun! Das seht ihr bestimmt auch so. Oder sagt es aus, wenn jemand mehr auf den Hüften hat, dass er nicht nett und freundlich ist, immer grimmig guckt oder nur rumzickt? Genau, eben nicht.
Im Allgemeinen lassen viele von uns sich noch immer viel zu sehr von Äußerlichkeiten blenden. 
 
 
Mir kommt es vor, dass sich das auch nur mäßig geändert hat. Noch immer sehen viele von uns dickere Menschen anders, was ich überhaupt nicht verstehe. Mal abgesehen davon, wer bestimmt überhaupt dieses Maß? Die Gesellschaft, klar, wer sonst. Wenn es nun aber anders wäre und dickere Menschen als normal bezeichnet werden würden, würden alle, die weniger wiegen, als dünn, mager oder unterernährt bezeichnet werden und schnell würde sich die Ansicht ändern, denn dann würden diejenigen in den Mittelpunkt geraten und dünnere würden so behandelt werden. Auch nicht ok, oder? Schnell würden wir uns aufregen, unseren Unmut an den Mann bringen und das versuchen zu ändern. Wir würden es nicht verstehen, da bin ich mir sicher, aber genauso geht auch diesen Menschen.
 
 
Viel zu oft noch höre ich hinter vorgehaltener Hand Getuschel, wenn ich zB in einem Café sitze und die Leute beobachte, manchmal auch direkte Angriffe über die Figur korpulenterer Leute, die auch schnell abfällig werden können. Den Witzereißern gibt das jedoch nicht das Recht, das zu tun, denn ein Mensch ist ein Mensch und soll auch so behandelt werden – egal wie er aussieht – mit dem Respekt, den man verdient und für sich selber ebenfalls wünscht und auch bekommt.
Viele vergessen, dass es weh tut, sehr weh sogar, was man so von sich geben. Wir verletzten damit andere und seelisch tut es noch mehr weh als körperlich. Es fängt vielleicht mit ein paar kleinen Abfälligkeiten an, doch es summiert sich und kann ungeahnte Größen erreichen, die diese Leute dann kaputt machen. Wenn man da nicht jemanden auf seiner Seite hat, der hinter einem steht ……………… Ich glaube, ihr könnt euch denken, was passieren kann. Mobbing ist schrecklich.
 
 
Viele ziehen sich zurück, gehen nicht mehr aus, aus Angst, Angst vor den Beschimpfungen und der Zurückweisung. Eigentlich sollte es umgekehrt sein.  Man soll drauf pfeifen, was andere denken, doch das ist einfacher gesagt als getan. Viele versuchen sich dann zu ändern, meist mit abnehmen, Veränderungen, damit der soziale Kontakt wieder steigt, sie dazugehören. Finde ich nicht okay, denn eine Person soll sich nicht ändern, um anderen zu gefallen. Und dabei ist es egal ob äußerlich oder innerlich. Nur wenn sie es für sich selbst macht. Man soll man selbst bleiben, sich akzeptieren, sich selbst lieben. Das tun dünne Menschen doch auch, oder? Kein einziger hat das Recht, so etwas zu verlangen oder jemanden dazu bringen zu wollen, nur weil er ihm dann vielleicht besser gefallen würde, weil er vorzeigbarer wäre. Wir verlieben uns in die Person, finden Freunde in der Person, und nicht im Aussehen. Auf Freunde oder einen Partner, der so denkt, kann man getrost verzichten.  
 
 
Wir sind alle gleich!
 
Ich stehe zu meinen Freunden und mir ist es auch egal, wie sie aussehen.
Nehmt die Personen, wie sie sind, denn sie sind nicht anders als wir. Sie sind genauso lustig, freundlich, loyal, aufmerksam, intelligent, schön und man kann mit ihnen Spaß haben, sie lieben.
 
Bleibt euch selbst treu!
 

Das Buch “Das Mädchen aus der 1. Reihe” von Jana Crämer passt sehr gut dazu, denn dies war mein Anstoß für dieses Thema. Kann ich nur empfehlen!!

 

Ihr Spiegelbild – eine einzige Problemzone. Lea kann ihre Sorgen nur vergessen, wenn sie mit ihrer besten Freundin Jule auf den Konzerten ihrer Lieblingsband in der 1. Reihe steht. Dann kann sie das Leben für einen Abend unbeschwert genießen. Lea fällt aus allen Wolken, als sich Ben, der attraktive Sänger der Band, ausgerechnet für sie interessiert. Die beiden entwickeln eine tiefe Freundschaft und Lea erfährt, dass auch Ben eine Maske trägt, die er nur bei ihr ablegen kann.
Buch -Das Mädchen aus der ersten Reihe
Für ihren Mut in der Kommunikation wurde Jana Crämer mit dem SignsAward18 ausgezeichnet. Ihr Roman über Psychofuck, Konzerte, Mobbing, Freundschaft und Tabuthemen ist erstmals als unzensierte Ausgabe erhältlich.
Hockebooks            Jana Crämer

Rezension Bild

 

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Eure Patrizia
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