Rezension

Teach me love once – Jasmin Romana Welsch

|  Autor: Jasmin R. Welsch  |   Verlag: SP  |  Seiten: 115  |  eBook    |   Mehr Infos   |

Da mir von jemandem, der alle Reihen der Autorin kennt, geraten wurde, diese Reihe nach „Be with us“ zu lesen, tat ich das natürlich. Gespannt war ich, blieb aber trotzdem ein wenig skeptisch, da mir zuvor ja schon immer wieder etwas gefehlt hatte.

Dieser Band war recht schwach, muss ich sagen. Es passierte bis nach der Hälfte ab und an etwas, das von Bedeutung war, aber bis auf eine Begegnung und ein sarkastischer Wortwechsel fand ich nichts wirklich spannend oder super toll.
Der Humor ist nach wie vor sehr gut, aber das alleine reicht nicht ganz aus. Die Handlung war mir zu wenig und wirkliche Gefühle konnte ich auch nicht aufbauen. Es las sich so dahin.

Frei sein heißt nicht immer dominant sein, sondern das auszuleben, was einem gefällt.

Dann kam Remo Morelli …. Mel nannte ihn Mozzarella – einfach zum Schießen –  und auch ihr persönlicher, französischer Gott Pascal, hatte seinen Auftritt. Beide hatten etwas, jedoch sagte mir Remo da schon mehr zu. Sein Sarkasmus und seine Art sprachen mich total an, denn es gehört mehr dazu, als nur gut auszusehen. Aber das stellte sich schon bald heraus.

Mel ist ein sympathisches Mädchen. Offen, nett, chaotisch – erinnert mich irgendwie an mich, LOL – sie mag Sex und ist alles andere als auf den Mund gefallen. Das gefiel mir. Sehr gut!

Das ging sogar so weit, dass die Mutter einer Freundin meinen Vater mal gefragt hat, wie er sein Kind dazu erzogen hat, so eine ausgeprägte Liebe zu Ordnung zu entwickeln. Die Antwort lautete: Gar nicht, sie ist das Chaos, aber sie weiß, wie man das geheim hält.

Irgendwann wurde es doch noch spannend und sogar verdammt heiß. Immer mehr fiel mein Augenmerk und auch Herz auf Remo und von da an war ich mehr als nur gespannt, was passieren würde. Vor allem nach der einen Sache.
Cliffhanger sei dank, saß ich am Ende auf glühenden Kohlen. Die Autorin schaffte es somit doch noch, mich zu halten und mich vor allem neugierig zu machen.

Fazit:  Heiße Erotik gepaart mit Sarkasmus und zusätzlich kleinen, aber tollen Momenten geben dem Buch zum Ende hin doch noch den Kick, den es am Anfang verloren hatte.

Es gibt viele Gründe, um auszuziehen. Du hast einfach Lust auf einen Tapetenwechsel, dein Nachbar möchte plötzlich Death Metal Schlagzeuger werden oder dein Freund entdeckt seine Leidenschaft für gynäkologische Untersuchungen an anderen Frauen.
Ich würde wirklich gerne den Death Metal Typen als Grund vorschieben, aber um bei der Wahrheit zu bleiben: Ich bin wegen der Sache mit dem Gynäkologie-Hobby ausgezogen.
Jetzt bin ich vorübergehend heimatlos. Wobei, ganz ohne einen Platz zum Schlafen muss ich nicht auskommen. Es gibt da diese Übergangslösung – eher unkonventionell, aber doch spannender als vermutet. Und heißer. Was hauptsächlich dem unwirklich attraktiven Französischlehrer zuzuschreiben ist, der verblüffend viel hinter dem höflichen Lächeln versteckt hält. Ein wenig trägt auch der knurrende Sportlehrer zu meinem reizvoll frivolen Abenteuer bei, aber der Mann hat ein Dominanzproblem. Außerdem ist er ein Arschloch. Teilweise. Manchmal. Ich kann ihm trotzdem nicht aus dem Weg gehen, weil ich anscheinend einen Knall habe. Verknallt, bin ich aber nicht! Das ist alles nur lockerer Spaß, den wir geheim halten müssen, da die beiden natürlich einen Ruf zu verlieren haben.

0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.