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Warum Buchverfilmungen selten solche Emotionen hervorrufen wie Bücher

Hallo meine Lieben!

 

Ja, warum ist das denn so, dass Buchverfilmungen nicht so gut ankommen, wie die Bücher selbst?

Ich muss zugeben, bis jetzt habe ich nur zwei Filme geguckt, die ich zuvor auch gelesen hatte. Einen Nicholas Sparks Film/Buch und “Ein ganzes halbes Jahr”. Es liegt jetzt 

nicht daran, dass ich Verfilmungen nicht mag, sondern daran, dass ich meistens entweder nur die Bücher lese oder nur den Film gucke und da ich die Geschichte dann schon kenne, interessiert mich das andere dann gar nicht mehr. Aber die Frage, warum Filme meistens schlechter sind, als die Bücher habe ich mir auch schon gestellt.

Eigentlich ist das ganz einfach zu erklären. Für mich zumindest.

 

Der Hauptgrund sind die Beschreibungen. Die Magie der Vorstellungskraft.

 

Man kann anhand von Wörter in ein Buch viel mehr reinpacken, als in einen Film. Keiner kann 400 oder 500 Seiten in einen Film mit einer Länge von 90 Minuten unterbringen. Das klappt einfach nicht. In den Buchseiten wird alles detailgenau und haarklein beschrieben. Ob die Haare im Wind wehen, jemand eine Gänsehaut bekommt, dahinschmilzt, einen inneren Monolog führt, sich Gedanken macht oder innerlich vor Wut kocht. Alles wird mit Leidenschaft geschrieben. Alleine das alles zu lesen, löst bei uns Emotionen aus. Ich selbst bekomme Gänsehaut, spüre das Kribbeln im Bauch bei romanischen Szenen und kann bei traurigen Dingen heulen wie ein Schlosshund. Ich kann einfach eine tiefere Bindung aufbauen, verstehe und lese die Gedanken der jeweiligen Personen und so fühle ich mit dem Charakter mit. Es entsteht ein ganz anderes Bild, denn bestimmte Dinge bekommt man auf der Leinwand einfach nicht hin, auch, wenn die Schauspieler noch so gut sind. Und wenn man das Buch dann schon mal gelesen hat, weiß man, was kommt, wie derjenige reagieren sollte.

 

Da wären wir auch schon beim nächsten Thema. Das Bild im Kopf. Jeder von uns stellt sich den Chara so vor, wie er für ihn aussieht. Klar, Haare, Augenfarbe, Größe usw. werden vorgegeben, aber das Endbild formen wir selbst. Es ist dann meistens eine Enttäuschung, wenn man im Film dann jemand komplett anderen sieht. Und sollte derjenige einem nicht gefallen, führt das wiederum zu Problemen, sich in ihn hineinzuversetzen. Das heißt, weniger Emotionen.

Wenn ich an “Ein ganzes halbes Jahr” denke, hat mir die Schauspielerin überhaupt nicht gepasst. Vom Aussehen her super, aber sie war mir viel zu aufgedreht. So kam sie im Buch nicht rüber und da mich das ärgerte, war der Film da schon mal nicht mehr so gut. Ich denke, so geht es vielen und man ist dadurch eben schon voreingenommen. Man fängt an zu vergleichen, analysieren, wartet auf die nächste Szene, denn es könnte ja sein, dass es doch irgendwie passt. Tut es meistens nur nicht mehr.

 

Es ist doch auch so, dass viel zu viel weggelassen wird, Szenen vertauscht werden oder neue dazukommen und da wir ganz genau wissen, was sich wann abspielt, ist das schon wieder mal doof. Es fällt ja sofort auf und meistens ärgern wir uns. Ich zumindest. Der Film ist dann sowieso schon gelaufen ……

 

Klar kommt vieles auf den Schreibstil an. Ist er gut, wird er mich mitziehen und einnehmen, mich alles fühlen lassen. Ist er nicht gut, ist das Gegenteil der Fall. Beim Film gibt es das nicht, was durchaus ein Vorteil sein kann, aber keiner, der jetzt das Ruder rum reißt.

 

Eigentlich habe ich jetzt nur die Unterschiede zu Film und Buch aufgeschrieben ….. hmmm…… Aber gerade das alles ist es für mich, warum ich mit dem Film nicht so viele Emotionen verbinden kann, als mit dem Buch.

Sehe ich natürlich zuerst den Film, bin ich unvoreingenommen und habe keine Bilder oder Vorstellungen im Kopf und so wird auch dieser, wie jeder andere, Emotionen in mir hervorrufen. 

 

Wie seht ihr das? Warum meint ihr, dass Buchverfilmungen nie so gut sein können wie ein Buch?

 

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Habt noch einen schönen Tag!

 

 

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