Buch - Zwei in Solo
Rezension

Zwei in Solo – Elja Janus

Werbung / Rezensionsexemplar

|  Autor: Elja Janus |  Verlag: FeuerWerke Verlag  |  Seiten:  336 |

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Meine Meinung

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht recht, wie ich die ganzen Emotionen, die noch immer in mir toben, in Worte fassen soll. Ich hätte nicht gedacht, dass mich diese Geschichte so vom Hocker haut, mitreißt, in den Himmel schickt und dann wieder in die Knie zwingt. Irgendwie fehlen mir die richtigen Buchstaben, Worte, es zu beschreiben, aber ich versuch’s mal. 

Schon von Anfang an war ich wahnsinnig neugierig, was mit den beiden denn passieren wird. Eigentlich, was mich überhaupt erwarten wird.
Ein paar heiklere Themen, zumindest würden es vielleicht viele so sehen, gehen hier einher, doch schon zu anfangs war ich Feuer und Flamme für die Geschichte.

 

Ist das Einsamkeit? Ist das das, was entsteht, wenn man vieles ist, nur nicht man selbst?


Das Knistern spürte man sofort und was sich da entwickelte war genial. Nicht nur, wie die Liebesgeschichte ihren Lauf nahm, sondern auch die Umstände.
Das langsame Vortasten, lernen, Ängste zu zeigen und Vertrauen zu schenken, war unglaublich. Immer wieder mit Rückschritten verbunden, aber stetig ging es voran. 


Gänsehaut, die mir durch die schmerzvollen und schrecklichen Qualen bereitet wurden, und noch so vieles mehr, das ich gar nicht in Worte fassen kann. Die Gefühle, die in die Geschichte gelegt worden, die sie mit sich brachte, waren  verzehrend und allumfassend. Sie legten sich langsam um mein Herz und nahmen es komplett ein.

Milo ist total anders als Sophie. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, hat gelernt, sich in der Welt zurechtzufinden, auch, wenn es nicht der beste Weg war. Ich merkte sofort, dass da mehr dahinter steckte, aber Vertrauen war für ihn ein Fremdwort und so ließ er nur Zentimeter für Zentimeter seine Mauern nieder. 
Sophie hingegen scheint eine etwas schüchterne Lehrerin zu sein, die ihren Job gerne macht, an ihre Schüler glaubt, aber vergessen hat, wie man lebt. Oder es auch nie gelernt hat. 
Die beiden sind wie Tag und Nacht und doch ergänzen sie sich so wunderbar. 

Jeder hatte mit seinen Schatten der Vergangenheit zu kämpfen. 
Milos war nicht nur krass, sie dauerte noch immer an. Mir blieb der Mund offen stehen, als mir das volle Ausmaß bewusst wurde. 
Sophies hingegen sah auf den ersten Blick gar nicht so schlimm aus und man sah sie auch nicht wirklich, doch umso mehr man sie kennenlernte, umso mehr merkte man es. Für mich persönlich war es nichts gegen Milos, doch für jeden ist sein eigenes Päckchen das Schwerste. 

 

Jedes Mal, wenn ich hier sitze, wird mir klar, dass das mein letzter Ausweg sein könnte. Die letzten Meter würde ich fliegen.



Den beiden wurden viele Steine in den Weg gelegt, auch aus der eigenen Reihe, also von sich selbst, und oft musste ich echt mit mir ringen, die Hoffnung zu bewahren. 
So viele schreckliche Momente, die den Hass in mir nach oben zerrten, mich den kaputten Jungen trösten lassen wollten. Schockmomente, grausame Momente, in den auch mir Tränen die Wangen runterliefen. Und es waren nicht wenige. 
Aber auch gab es so viele schöne Momente, wundervolle Worte, die gesprochen wurden, dass auch mein Herz vor Liebe überlief. 

 

Plötzlich kamen die Worte, die ich schon fast vergessen hätte, oder sie überhaupt in Erwägung gezogen hätte. Mein Herz wurde schwer, ich glaubte zu ertrinken. Und wieder heulte ich, weil das Ende hier nicht absehbar war. Es gab zwei Möglichkeiten. Nein, eigentlich drei. Immer eine dazwischen, wie Milo immer sagte. Doch nur eine passte für mich und ich hatte ziemliche Angst! Am liebsten hätte ich das Buch zugeklappt und nicht mehr weitergelesen, doch das war nicht möglich. Ich bin durch die Hölle gegangen und am Ende geflogen …….. 

 

Fazit: Ich bin geflasht, denn mit solch einer Geschichte hatte ich nicht gerechnet. So viele Gefühle, eine Berg und Talfahrt, die mein Herz durchmachen musste, zwei Welten, die aufeinander prallen und dann noch ernste Themen, die das Buch einfach nur wundervoll machen.
Schön und traurig zugleich, mit Worten, die die Seele berühren. 


5 Monde für Bewertung

 

Klappentext

Sie stammen aus zwei Welten, und doch verbindet sie die gleiche Sehnsucht: ganz sie selbst zu sein. Als Sophie und ihr ehemaliger Schüler Milo nach Jahren wieder aufeinandertreffen, fühlen sie sich sogleich zueinander hingezogen. Dabei sind sie so verschieden – sie, die gelernt hat, jedes Gefühl zu unterdrücken, und er, der in ein Leben voller Gewalt und Machtkämpfe geboren wurde. Als sie bereit sind, sich wirklich aufeinander einzulassen, wird aus Sophie und Milo endlich Solo. Doch ihre kleine Welt ist dem Untergang geweiht, wenn die beiden ihre Vergangenheit nicht hinter sich lassen können.

 

Eure Patrizia

 

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